Pedigree Züchterseminar am 30. März 2011 in Hannover
In diesem Jahr gab es zwei Vorträge, erstens einen sehr interessanten Vortrag von Herrn Dr. Stefan Packnicke zum Thema Parasiten, im zweiten Teil referierte Herr Dr. Salomon über Erbkrankheiten. Herr Dr. Packnicke zeigte Fotos von Ekto- und Endoparasiten und Schäden, die diese in den Organen unserer Hunde anrichten können. Dabei machte er noch einmal deutlich, dass einige Endoparasiten über einen Wirt (z.B. Floh) in den Körper des Hundes gelangen. Damit ist sowohl der Floh- und Zeckenschutz als auch die regelmäßige Entwurmung unserer Hunde sehr wichtig. Bei Familien mit Kleinkindern rät Herr Dr. Packnicke sogar zu einer Entwurmung im Abstand von 4 Wochen. Weiter ist bei Haushalten mit Kleinkindern darauf zu achten, dass nach dem Streicheln das Händewaschen wichtig ist! Parasiteneier befinden sich auch im Fell der Hunde und können so auf den menschlichen Organismus übertragen werden. Für die tragende Hündin empfiehlt Dr. Packnicke eine zweifache Entwurmung am 40. und 55. Trächtigkeitstag. In dieser Zeit können Parasitenlarven über die Gebärmutterwand in den Welpenkörper eindringen und den Welpen schon in der Hündin infizieren. Entwurmungmittel, die auch für die tragende Hündin zugelassen sind, kann der behandelnde Tierarzt empfehlen und abgeben und sollte in jedem Fall zu Rate gezogen werden. Nicht alle Präparate sind für die tragende und laktierende Hündin geeignet.
Ingrid Kmiec
Ellenbogengelenkdyslasie (ED) beim Berner Sennenhund
Die Vetsuisse Fakultät der Universität Bern sammelt seit vielen Jahren Daten zur Ellenbogendysplasie beim Berner Sennenhund. Für ein Forschungsprojekt soll jetzt ein Blutprobenarchiv aufgebaut werden. Zu diesem Zweck benötigt die Uni Bern mindestens 100 Proben ED-freier Hunde und 100 Proben von Hunden mit ED Grad I und II.
Neben weiteren Faktoren wie Ernährung und Bewegungsaktivität des jungen Hundes, entsteht die ED beim Berner zu mehr als einem Drittel durch genetische Faktoren.
Im Gegensatz zu anderen Rassen zeigt sich die ED beim Berner überwiegend als einheitliches Krankheitsbild und die Suche nach einem Gentest ist Erfolgsversprechender als bei anderen Rassen. Züchter könnten unter Einsatz dieses Gentests ihr Zuchtprogramm optimieren was langfristig zur Vermeidung der ED bei unseren Bernern führen kann.
Zum Aufbau des Blutprobenarchivs benötigt die Uni Bern ca. 5 ml EDTA-Blut Ihres Hundes, das in einer geschützten Verpackung möglichst per Eilpost an die
Vetsuisse Fakultät der Universität Bern
Institut für Genetik
Prof. Dr. T. Leeb
Bremgarten 109a
CH – 3012 Bern
geschickt werden sollte.
Voraussetzung ist die Röntgenauswertung eines vom FCI anerkannten Gutachters wie Frau Dr. Viefhus, bei älteren Hunden auch Herrn Dr. Wurster.
Eine Kopie der Röntgenauswertung muss beigelegt werden. Die Archivierung und Untersuchung des Blutes Ihres Hundes ist kostenlos, lediglich die Kosten der Blutabnahme beim Haustierarzt und der Versand sind vom Besitzer zu tragen. Um eine Lagerung über das Wochenende zu vermeiden, sollte das Blut am Wochenanfang geschickt und die Ankunft per E-Mail in Bern angekündigt werden. E-Mail an Elisabeth.Dietschi@itz.unibe.ch .
Alle Informationen finden Sie auch im Internet unter
Für Informationen steht Frau Annegrete Schierenbeck, Hagener Str. 29, 28844 Weyhe-Leeste unter Telefon: 0421-803428 gerne zur Verfügung.
Wichtige Information zur HD/ED/OCD- Untersuchung
Suchen Sie sich zum Röntgen einen Tierarzt oder eine Tierklinik, welche mit dieser Art Röntgen, auch für Großtiere vertraut ist und dieses Röntgen vielfach durchführt.
Wir können Ihnen auch gerne Tierärzte empfehlen. Die Kosten für die Voruntersuchung und das Röntgen sind sehr unterschiedlich, deshalb sollten Sie sich im Vorfeld darüber informieren.
Ihr Hund muss für dieses HD/ED/OCD- Röntgen 14 Monate alt sein.
Der Tierarzt ihrer Wahl benötigt zum Röntgen folgende Unterlagen:
1. Den Ahnenpass in Original
2. Das Röntgen-Auswertungsformular vom BSRHV (3-fach)
3. Die Hinweis-Information für den Tierarzt (Lagerung)
Ihr Tierarzt schickt die Röntgenbilder, mit dem Röntgen-Auswertungs-Formularsatz, bitte direkt an Frau Dr. Silke Viefhues, in Ahlen.
Den Ahnenpass Ihres Hundes schicken Sie an die Zuchtleitung des BSRHV:
Annegrete Schierenbeck, Hagener Str.29, 28844 Weyhe
Nach der Auswertung der Röntgenbilder werden diese von Frau Dr. Silke Wurster an die BSRHV- Zuchtleitung geschickt.
Die Zuchtleitung trägt dann das Ergebnis in den Ahnenpass Ihres Hundes ein, und schickt diesen dann zurück.
Die Röntgenbilder werden im BSRHV archiviert.
Für die Körung werden nur Hunde zugelassen, die folgende Untersuchungsergebnisse erfüllen.
HD: A1, A2, B1, B2
ED: Frei und ED-I
OCD- Frei
Fazit: Durch das Röntgen und Auswerten Ihres Berner Sennenhundes, tragen Sie maßgeblich zur Gesunderhaltung dieser Rasse bei!

